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Hamburger Arbeitskreis
für Regionalgeschichte

… Franklin Kopitzsch schreibt:


Dies in bibliophiler Aufmachung erschienene und mit großer Sorgfalt gestaltete Bändchen verdient die Aufmerksamkeit aller an Altona und seiner Geschichte Interessierten. Mit ihm werden vier Beiträge des Schriftstellers und Pädagogen Heinrich Würzer aus der Zeitschrift »Hamburg und Altona« wieder leicht zugänglich: »Meine Spazziergänge in und um Altona«, »Charakteristisch-topographische Fragmente über die Stadt Altona und deren Straßen und Pläzze von einem Reisenden«, »Ueber den Zustand unsrer Judenschaft« und »Berichtigung einer Berichtigung, die Freimaurerei betreffend«. Beigegeben sind dem Band zur vorzüglichen Erschließung des Inhaltes ein »Nachwort« von Hans-Werner Engels, Informationen »Zur Textgestalt« von Robert Wohlleben und ein »Kleines Personen-Lexikon« von Engels und Wohlleben. Personen- und Sachregister fehlen nicht. Engels’ kenntnisreiches Nachwort bringt neue Aufschlüsse zu Leben und Werk Würzers, dessen Wiederentdeckung Walter Grab zu danken ist. Überzeugend ist auch die Zuschreibung der anonym erschienenen Beiträge an Würzer. Würzers Texte selbst sind wertvolle Quellen zur Topographie, zur Kultur- und Sozialgeschichte und zur Toleranz in Altona. Auch die Umgebung Altonas wird behandelt, von Rainville bis Klein-Flottbek. Reizvoll sind die Vergleiche mit hamburgischen Verhältnissen und Gewohnheiten. Wer immer sich mit Altona um 1800 befassen will, wird dies Buch nicht übersehen dürfen. Für den Freund, die Freundin der Altonaer Stadtgeschichte ist es ein anregender Lesestoff.



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