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V

Arlecchino erhängt sich an Colombinas Strumpfband.
Der Inspizient
(ein braver, wenn auch krebsverdächtig magenkranker Zwerg)
hat funktioniert:
Skelettig
stelzt Morosus Mors, der Bühnentod, herbei,
der Griesgram und Statist,
vergeblich mit definitivem Schwarzweiß behängt.
Die arme Maske aber,
Arlecchino,
ein aufgeplusterter Großtraumbesitzer,
stirbt jäh für einen Tag -
in seine toten Ohren prügelt sich Applaus.
Indes bedenk, o Publikum:
Ein trauriger Theatertraum,
der wirklich
nie gewesen war,
verleiht den Schläfern glattgeschliffene Unsterblichkeiten,
um damit alle Eintagstode
totzustechen.

Aus Der Tod ein Traum von Klaus M. Rarisch (Meiendorfer Druck Nr. 4)

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