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TRÄUME
 

Am Anfang fing die Gläubigkeit dich ein.
Du glaubtest: Geh ich meines Weges grade,
wird ohne Zweifel mir zuteil die Gnade,
ein Wunder wandelt Wasser mir zu Wein.

Du Weichling wähntest hart zu sein wie Stein,
doch stolpertest wie blind verwachsne Pfade.
Jung warst du, wußtest es nicht besser. Schade.
Das Nichtsein galt dir nichts. Du wolltest sein.

Es sollte schäumend alles überborden.
Zu lange träumend, ist nichts draus geworden.
Nun bist du wohl in einer reifen Phase –

und wärest lieber, wie du warst als Kind.
Vorbei, vorüber und verweht vom Wind.
Es platzte plötzlich eine Seifenblase.

*
Meiendorfer Druck Nr. 55
(2004)
nicht mehr im Programm

Klaus M. Rarisch
Des Glaubens aber
Vierzehn abermalige Sonette

16 Seiten Oktav ohne Umschlag (100 Exemplare)

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Klaus M. Rarisch bei fulgura frango

   



 


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