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Affentheater
Gedichte
von
Hans Adler

1920
E. P. Tal u. Co., Verlag
Leipzig · Wien · Zürich
82 Seiten Duodez, Pappband

Die Gedichte von Hans Adler begegneten mir
in Hans-Helmut Tiedemanns Altonaer Antiqariat.
Ich lieh es mir aus und schrieb das Adlersche Eröffnungssonett
als Piäß de Rehsistangß zu Klaus M. Rarischens «Zwei Ringe» ab:

Ich könnte auch von schönen Frauen singen,
Mit tiefen Augen und mit schweren Haaren,
Die mir in Liebe hingegeben waren,
Und meine Leier könnte lieblich klingen.

Von Seidenkissen, die uns weich umfingen
In goldgeschnitzten, breiten Himmelbetten,
Beim Schein von Ampeln, die an Rosenketten
Matt leuchtend von der Decke niederhingen,

Von heißen Lippen und von weißen Brüsten
Von wilden und bedenklichen Gelüsten
Verschwiegner, dämmerschwüler Liebesstunden ...

Das alles könnt ich mühelos besingen,
Teils selbst erlebt, teils stilgemäß erfunden,
Und meine Leier würde lieblich klingen.

*
Affentheater
(leider nur in Auswahl)
erschien auch und ist lieferbar als Nr. 34 der Reihe
VERGESSENE AUTOREN DER MODERNE
Hrsg. von Karl Riha und Marcel Beyer,
Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften an der Uni-GH Siegen.

*
Klaus M. Rarisch über eine Adler-Ausgabe



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