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Robert Wohlleben:

Die Welt ist schlecht

Konstante fünf vor zwölfe weist die Klock:
Die Schlechtigkeit der Welt ist hochverläßlich
und unentrinnbar, wie längst unvergeßlich
besiegelt mit Sonetten des Barock.

Prinzip ist klar: Es gärtnert jeder Bock,
schützt beste Absicht vor, beträgt sich gräßlich,
weiß nichts von Schuld, bis sich am Ende häßlich
die Fratze zeigt: ein immer neuer Schock.

Beliebter Irrtum: Eine Satanshaxe
sei Merkmal all der bösen Schandgesellen
und ihrer rastlos regen Schlangenbrut.

Nee, nee! sind Menschen, die die Seelenachse
justieren, dann auf Dauerfeuer stellen:
aus altem Erbe ewig Tunichtgut.

Ottensen, 29. III. 2007

für Klaus M. Rarisch

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