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Robert Wohlleben:

Memento

Im Leer- und Weißen wimmelt, pulst und zuckt,
will her sich drängen, hin ins Trübe hetzen,
was schon seit je an Orten, Stellen, Plätzen
zergrenzter Ordnung litt, zurechtgeruckt,

um nun – in vollem Ernst zum Sprung geduckt –
entfliehn zu können in verstörten Sätzen,
daß nur die Spur der Flucht in feinen Netzen
sich wiederfinde: nicht von Form verschluckt.

Da wird es knapp fürs Ahnen und Vermuten,
da ist wohl alles aus- und abgefragt,
das Spiel läuft aus im Bösen oder Guten.

Das zählt dann, wenns in Netz und Maschen hakt:
in erst- und letzten zweieinhalb Minuten
mit Müh und Not nur grade Eins gesagt.

für Jens Cords
Ottensen, 17. XII. 2006


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