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Satzarbeit für INSEL FELSENBURG

INSEL FELSENBURG, Theil II, S. 218 f.

Johann Gottfried Schnabel: Insel Felsenburg. Wunderliche Fata einiger Seefahrer.
Mit einem Nachwort von Günter Dammann.
Textredaktion von Marcus Czerwionka unter Mitarbeit von Robert Wohlleben.
Frankfurt a. M.: Zweitausendeins 1997. 3 Bände, zusammen rd. 2700 Seiten.

Rund 3.850.000 Zeichen.

Insel FelsenburgNeudruck unter Bewahrung der in den zwischen 1731 und 1743 erschienenen vier Büchern der »Insel Felsenburg« angewandten Orthographie. Brotschrift der Originale ist Fraktur. Fremdsprachige Elemente sind in Antiqua gesetzt. Gelegentlich Schwabacher für Hervorhebungen. In allen Fällen verschiedene Ligaturen eingeschlossen. Man hatte damals auch Lettern für Apotheker- und Alchemisten-Zeichen. Als Brotschrift der Neuausgabe wurde zwischen der Herstellung (Kohler & Leberfinger, Nördlingen) und mir Century Expanded in Vertretung der ursprünglichen Fraktur verabredet. Wo mit Schwabacher ausgezeichnet ist, tritt kursive Century Expanded ein. Auf mein Betreiben vertrat Optima die Antiqua (die auch kursiv vorkommt) … was einigen Auszeichnungs-Aufwand bedeutete, zumal häufig Schriften innnerhalb eines Wortes wechseln: deutsche Vorsilbe in Fraktur, fremdsprachiger Wortstamm in Antiqua, Endung nach deutscher Grammatik in Fraktur. Für sonst nirgends zu habende Zeichen habe ich seinerzeit unter CorelDraw 5 einen speziellen Zeichensatz entwickelt: Pfund, Unze, Drachme, Gold, Vitriol &c. Ebenso für verschiedene verschollene Ligaturen.

Setzkasten

Insgesamt waren für die Neuausgabe sechs verschiedene Zeichensätze in Gebrauch:
Century Expanded in recte und kursiv,
Zapf Humanist 601 in recte und kursiv,
Spezialzeichensatz für Apotheker- und Alchemistenzeichen,
Spezialzeichensatz für Ligaturen.
Für editionstechnische Demonstrationen im Anhang kamen Fraktur, Schwabacher und ein neu erstellter Zeichensatz mit Fraktur-Spezialitäten wie n und m mit Nasalstrichen, kleinen Umlautbuchstaben mit ganz kleinem e statt der »Tüttelchen« sowie dem Kürzel für etc. hinzu.

Martin Lowsky schreibt in seiner Rezension der INSEL FELSENBURG:
Diese Ausgabe ist ein editorisches Meisterstück, und ihr Druckbild ist eine Augenweide.
(die horen, Nr. 191, 3. Quartal 1998)